Kontakt / FAQ

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FAQ - Häufig gestellte Fragen zur Anaesthesie




Ist bei der Narkose der Anaesthesist die ganze Zeit dabei?


Ja! In Deutschland ist die 1:1-Betreuung (ein Arzt pro Patient) in der Anaesthesie sogar gesetzlich vorgeschrieben und in den Leitlinien der Fachgesellschaften klar geregelt. Zusätzlich ist die Anwesenheit einer Fachpflegekraft für Anaesthesie erforderlich.


Kann man während einer Operation aufwachen oder bekommt man doch etwas mit, ohne daß es jemand bemerkt?


Nein! Die sogenannte "Awareness" während einer Anaesthesie oder Operation ist in der Fachliteratur als extrem seltenes Ereignis und nur in Einzelfällen beschrieben. Diese Fälle hatten fast alle eine technische Ursache oder waren Narkoseverfahren zuzuschreiben, die heute nicht mehr gebräuchlich sind (Neurolept-Anaesthesie oder Opiat-Mononarkosen, Ketanest-Narkosen).

Mit den heutigen Medikamenten, moderner Anaesthesietechnik und entsprechendem Monitoring wird eine unzureichende Narkosetiefe sicher vermieden.


Kann man auch im "Dämmerschlaf" operiert werden?


Ja, aber nicht jede Operation und jeder Patient ist dafür geeignet!

Wir bieten den sogenannte Dämmerschlaf (Analgosedierung) nur für kleinere Engriffe an der Körperoberfläche bis zu einer Stunde Dauer an. Dabei werden die Narkosemedikamente so dosiert, daß der Patient möglichst schläft und seine Schmerzwahrnehmung weitgehend unterdrückt wird. In der Regel müssen zusätzliche Lokalanaesthetika im OP-Gebiet verwendet werden, um Schmerzen sicher auszuschalten.

Weil die spontane Atmung erhalten bleibt und der Luftweg im Gegensatz zur Vollnarkose nicht instrumentell gesichert werden kann, besteht immer ein Risiko für die Aspiration von Speichel oder anderen Flüssigkeiten in die Luftröhre, ohne daß dies beim tief sedierten Patienten die Schutzreflexe (Husten) auslöst. 

Die Anforderungen an den Anaesthesisten und an das Monitoring sind insgesamt höher und die Gewährleistung der maximalen Sicherheit für den Patienten ist schwieriger als bei einer Vollnarkose, auch wenn häufig das Gegenteil behauptet wird. 


Muss ich nach der Anaesthesie mit Übelkeit rechnen?


Die postoperative Übelkeit (PONV) kommt nach Literaturangaben auch bei modernen Anaesthesieverfahren und prophylaktisch gegebenen Medikamenten bei etwa 25 % aller Patienten vor. Unsere Verfahren sind hinsichtlich eines möglichst niedrigen PONV-Risikos speziell ausgewählt (TIVA). Sollte es trotzdem dazu kommen, wenden wir ein leitliniengerechtes Therapieschema an, mit dem das Problem in aller Regel schnell in den Griff zu bekommen ist. Am besten schützt Sie nach Literaturangaben übrigens ein möglichst erfahrener Anaesthesist!


Werde ich nach der Operation Schmerzen haben?


Bereits während der Narkose erhalten Sie eine Basistherapie gegen postoperative Schmerzen, so daß Sie schmerzfrei aus der Narkose erwachen werden. Da nach modernen Narkosen sehr schnell wieder der normale Wachheitszustand erreicht wird, können wir Ihren weiteren Bedarf an Schmerztherapie gemeinsam mit Ihnen ermitteln und vermeiden so unnötige Medikamentengaben. "Schmerzen" werden schließlich individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen und verarbeitet: Das Spektrum reicht bei ein und demselben Eingriff je nach Patient vom leichten Druckgefühl bis hin zu echten und behandlungsbedürftigen Schmerzen.

Wir verwenden deshalb zur postoperativen Schmerztherapie ein Stufenschema auf der Basis einer Visuell-Analog-Skala (VAS).

Auf jeden Fall erhalten Sie eine persönlich auf Sie abgestimmte Schmerzbehandlung bis zur Schmerzfreiheit!


Wie lange darf ich vor einer Narkose nicht essen oder trinken?


Nach den Leitlinien der deutschen Fachgesellschaften (DGAI/BDA) sollten Patienten 6 Stunden vor einer Narkose nichts essen und 2 Stunden vorher nichts mehr trinken. Dies soll dafür sorgen, daß bei Einleitung der Narkose der Magen sicher leer ist, damit das Aspirationsrisiko möglichst gering bleibt. Die anglo-amerikanische Fachliteratur setzt diese Grenzen deutlich liberaler oder verzichtet komplett darauf, weil die praeoperative Nüchternheit als Co-Faktor eines insgesamt verschlechterten Outcomes nach Operationen identifiziert wurde. Im Gespräch vor der Anaesthesie klären wir das Nüchternheitsgebot mit Ihnen individuell.


Wie funktioniert eine Kehlkopfmaske und ist sie auch sicher?


Die Kehlkopfmaske (Larynxmaske) ist so geformt, daß sie in einer anatomisch definierten Position platziert werden kann und den Kehlkopf von oben umschließt, ohne die empfindlichen Strukturen des Kehlkopfeinganges (Stimmbänder, Aryknorpel, Schleimhaut) zu reizen. Hierin liegt verglichen mit der Intubation auch ihr entscheidender Vorteil: Es wird weniger Narkosetiefe für die Sicherunge des Luftweges benötigt und trotzdem gewährleistet die Kehlkopfmaske eine luftdichte Verbindung zum Beatmungsgerät. Die Kehlkopfmaske wird natürlich erst dann platziert, wenn Sie bereits tief schlafen. Larynxmasken sind hochentwickelte Einmalartikel und als Medizinprodukte auf ihre Patientensicherheit geprüft und zertifiziert. Sie funktionieren extrem zuverlässig und sicher, wenn mindestens die folgenden Bedingungen eingehalten werden:

 

      - OP nicht im Bereich der oberen Atemwege (HNO, MKG)

      - OP-Zeit kürzer als 4 Stunden

      - OP erfordert keine Bauchlage oder Umlagerungen

      - Patient ist nicht stark übergewichtig

      - Patient ist nüchtern


Warum intubieren Sie mit Videolaryngoskopie?


Bei der konventionelle Intubation werden erhebliche Kräfte ausgeübt, um den Kehlkopfeingang einsehen zu können. Der Kopf wird dabei beim vollständig relaxierten, tief narkotisierten Patienten oft weit nach hinten überstreckt (rekliniert) und das Kiefergelenk wird über das normale Maß hinaus geöffnet oder manchmal sogar unbeabsichtigt luxiert.

Im Gegensatz dazu ermöglicht die Videolaryngoskopie einen indirekten Blick in den KehIkopfeingang, ohne daß ein Überstrecken des Kopfes oder eine weite Öffnung des Mundes erforderlich sind. Dadurch werden Belastungen der Halswirbelsäule und des Kiefergelenkes mit nachfolgenden Funktionsstörungen vermieden und die Intubation erfolgt sehr atraumatisch, so daß unsere Patienten kaum Heiserkeit, Schluckstörungen oder Halsweh infolge der Intubation zu befürchten haben. Auch Zahnschäden als typisches Risiko der Intubation sind dadurch nahezu vollständig vermeidbar.

In vielen Kliniken ist die Videolaryngoskopie als technisch aufwändiges Verfahren schwierigen Intubationsbedingungen vorbehalten. Bei uns ist sie der Standard.